Bausteine der Ausbildung zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie

  1. Theoretische Ausbildung
  2. Praktische Tätigkeit I und II
  3. Praktische Ausbildung
  4. Selbsterfahrung
  5. Supervision
  6. Freie Spitze - Arbeitsgruppen - Ergänzendes Studium

 

Theoretische Ausbildung

Der theoretische Teil der Ausbildung findet über 3 Jahre hinweg zumeist in zweitägigen Veranstaltungen (i.d.R. freitags und samstags) in den Seminarräumen unseres Ausbildungszentrums statt. In den Seminaren werden Grundkenntnisse (200 Stunden) und vertieftes Wissen (400 Stunden) diagnostischer und therapeutischer Fertigkeiten durch mediengestützte Vorlesungen und durch Übungen vermittelt.

 

Praktische Tätigkeit I und II

Der Baustein der „Praktischen Tätigkeit“ der Psychotherapieausbildung findet in kinder- und jugendpsychiatrischen Einrichtungen statt, die mit uns einen Kooperationsvertrag abgeschlossen haben.

Sie umfasst unter anderem die angeleitete Durchführung von diagnostischen Erhebungen, Untersuchungen und Mitwirkung an psychotherapeutischen Behandlungen bei PatientInnen mit unterschiedlichen psychischen Störungen und Erkrankungen in unterschiedlichen Settings.

 

Praktische Tätigkeit I:  1.200 Stunden (über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten) finden in einer klinisch-psychiatrischen Einrichtung statt, die im Sinne des ärztlichen Weiterbildungsrechts zur Weiterbildung in Psychiatrie und Psychotherapie zugelassen ist, oder an einer von der zuständigen Behörde (Landesbehörde) als gleichwertig anerkannten Einrichtung.  Dies sind in der Regel kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken, die mit unserem Ausbildungsinstitut einen entsprechenden vom LPA genehmigten Kooperationsvertrag geschlossen haben.

Bis zu 600 Stunden der 1200 Stunden praktische Tätigkeit I  können in einer vom LPA anerkannten kinder- und jugendpsychiatrischen Facharztpraxisabsolviert werden.

Unsere Kooperationseinrichtungen (Kliniken sowie kinder- und jugendpsychiatrische Facharztpraxen) befinden sich in (Stand: Juni 2018):

  • Ahlen, Bad Salzuflen, Bad Sassendorf, Bielefeld, Bochum, Coesfeld, Datteln, Dorsten, Dortmund, Drensteinfurt, Essen, Gelsenkirchen, Gütersloh, Hamm, Herdecke, Hildesheim, Köln, Lübeck, Lüdenscheid, Marl, Marsberg, Minden, Münster, Nordhorn, Westerkappeln und Witten

 

Praktische Tätigkeit II:  600 Stunden sind in einer vom Sozialversicherungsträger anerkannten Einrichtung der psychotherapeutischen oder psychosomatischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen bzw. in einer anerkannten Praxis zu absolvieren.



Praktische Ausbildung  Die Praktische Ausbildung umfasst die psychotherapeutische Behandlung von Kindern- und Jugendlichen unter regelmäßiger Supervision in unseren Ambulanzräumen oder in anerkannten ambulanten und stationären Kooperationseinrichtungen. 

Unsere Kooperationseinrichtungen (Psychotherapeutische Praxen sowie sozialpsychiatrische Facharztpraxen) befinden sich in (Stand: Juni 2018):

  • Ahlen, Altenberge, Bergkamen, Bielefeld, Bochum, Bünde, Castrop-Rauxel, Coesfeld, Datteln, Dorsten, Dortmund, Drensteinfurt, Düren, Düsseldorf, Erwitte, Essen, Goch, Gütersloh, Hagen, Hamm, Herford, Herne, Hildesheim, Ibbenbüren, Iserlohn, Lüdenscheid, Lünen, Marl, Marsberg, Minden, Mülheim/Ruhr, Münster, Nordhorn, Oberhausen, Olpe, Paderborn, Papenburg, Schwelm, Schwerte, Soest, Spelle, Velbert, Waltrop, Warstein, Werne, Westerkappeln, Witten, Wülfrath und Wuppertal

 

Folgende Leistungen sind für die Zulassung zur Prüfung zu erbringen:

  • mindestens 600 Behandlungsstunden mit mindestens sechs PatientInnenbehandlungen
  • Verfassen von sechs anonymisierten Falldarstellungen

Es erfolgt hier eine anteilige Vergütung pro geleisteter Behandlungseinheit, mit der die Ausbildung refinanziert werden kann.

 

 Selbsterfahrung

Ein weiterer Bestandteil der Ausbildung ist die Selbsterfahrung. 120 Stunden Selbsterfahrung finden in Gruppenarbeit statt, meist in Tagungshäusern an einem verlängerten Wochenende.

Inhalte der Selbsterfahrung sind:

  • die Reflexion des persönlichen therapeutischen Erlebens und Handelns unter Einbeziehung biographischer Aspekte,
  • die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen und Gefühlslagen der PatientInnen im therapeutischen Prozess,
  • und die Analyse eigener Krisen und Problemlösungen sowie deren Einfluss auf die therapeutische Beziehung.

 

Supervision  Die Durchführung aller im Rahmen der Praktischen Ausbildung selbstständig durchgeführten Therapien mit den Kindern und Jugendlichen muss von SupervisorInnen des Ausbildungszentrums überprüft und begleitet werden, die die Qualitätskriterien des Psychotherapeutengesetzes erfüllen und vom Landesprüfungsamt Nordrhein-Westfalen anerkannt sind.  50 Stunden finden in Form von Einzelsupervision statt, weitere 100 Stunden in kleinen Gruppen von etwa vier TeilnehmerInnen. Dadurch kann durchschnittlich jede vierte der 600 Therapiestunden extern supervidiert werden.


Freie Spitze - Arbeitsgruppen - Ergänzendes Studium Die Freie Spitze umfasst zusätzliche nicht festgelegte 930 Stunden, die Sie bei uns nutzen können z.B. für

  • die Vor- und Nachbereitung sowie Erweiterung der psychotherapeutischen Behandlungsstunden der praktischen Ausbildung,
  • die Erweiterung der Anteile der praktischen Tätigkeit,
  • die Fallkonferenzen, Kolloquien, Fortbildungsinhalte, von Arbeitgebern organisierte und ausbildungsbezogene Veranstaltungen sowie
  • die Arbeit in angeleiteten Arbeitsgruppen.

Die Aus- und Weiterbildung in Arbeitsgruppen hat in der DGVT eine lange Tradition und wird daher in das ergänzende Studium im Umfang von ca. 500 Stunden übernommen. Diese Gruppen bestehen aus ca. drei bis fünf TeilnehmerInnen.  Zu den Arbeitsinhalten der Arbeitsgruppen gehört unter anderem

  • Bearbeitung der Ausbildungsmaterialien
  • Durchführung von praktischen Übungen und Rollenspielen
  • Kollegiale Supervision (Intervision)
  • Weiterführung der themenzentrierten Selbsterfahrung
  • Vertiefung ergänzender Inhalte mit Bezug zur berufspraktischen Tätigkeit